Chronik des Vereins

Schon lange vor der Gründung des Schützenverein 1970 Berneburg gab es Sportschützen in Berneburg. Eine Urkunde belegt, dass schon 1928 ein Berneburger Kleinkaliberschützenverein dem "Verband Hessischer Kleinkaliberschützenvereine" angehörte. Allerdings ist weiteres darüber nicht bekannt.

Die eigentliche Geschichte des Schützenverein 1970 Berneburg beginnt erst im Jahre 1970. Einige "schießsport-begeisterte" aus Berneburg suchten nach gleichgesinnten um eventuell einen Schützenverein zu gründen. Die damaligen "Rädelsführer" Uwe Dehnhardt, Karl Heinrich Funk und Hansfried Beyer wurden auch schnell fündig. Um keine Zeit zu verlieren, wurde gleich für den 27. November 1970 eine Gründungsversammlung in das Gasthaus Gonnermann, das heutige Vereinslokal, einberufen. Bei dieser Gründungsversammlung traten 21 Mitglieder dem neuen Verein bei. Eine Vereinssatzung, ausgearbeitet vom ersten Vorstandsvorsitzenden Uwe Dehnhardt, wurde einstimmig angenommen. Außerdem wurde beschlossen, dass der Schießbetrieb vorerst im Saal der Gastwirtschaft Gonnermann mit 2 Luftgewehren im Januar 1971 begonnen werden sollte. Daraufhin musste zuerst der "Papierkram" erledigt werden. Die Schießgenehmigung wurde beim Landrat des Kreises Hersfeld Rotenburg beantragt, die Aufnahme in den Hessischen Schützenverband und den Landessportbund Hessen folgten. Der SV Berneburg erhielt die Vereinsnummer 1017 und gehörte zum Schützenkreis 23 Rotenburg.

Nach der Anschaffung von zwei Scheibenzuganlagen, konnten jetzt schon 24 Mitglieder, 19 Schützen und 5 Junioren, am 24.2.71. die erste Vereinsmeisterschaft schießen. Erster Vereinsmeister wurde Erich Landgrebe mit 206 (von 300 möglichen) Ringen. Nach Beitritt weiterer 4 Junioren gründete der Verein seine erste Jugendgruppe. Dies sollte der Grundstein für sportliche Höchstleistungen und Erfolge sein.

Zur Brauchtumspflege in einem Schützenverein gehört selbstverständlich auch ein Schützenkönig. Aufgrund dieser Tatsache beschlossen die Verantwortlichen, eine Königskette anzuschaffen. Dieses Vorhaben wurde auch unmittelbar danach in die Tat umgesetzt. Der erste Schützenkönig von Berneburg hieß Heinrich Apel. Geschossen wurde, nach dem Ausscheidungsschießen, auf eine Königsscheibe aus Holz.

Bis 1975, in diesem Jahr wurden auch die ersten Uniformjacken angeschafft, wurde nur mit dem Luftgewehr geschossen. Das Interesse an einer Luftpistole wurde immer größer und so sollte mit einer geliehen LP erste Erfahrungen gesammelt werden. Bald darauf konnte der Verein zu den zwei schon existierenden LG- Mannschaften die erste LP- Mannschaft zu Wettkämpfen melden. Am 1.1.1979 schloss sich der der Schützenverein 1970 Berneburg den Schützenkreis 15 Eschwege an. Dieser Anschluss an Eschwege beflügelte die Schützen in ihren ohnehin schon guten Leistungen. Zum 10 jährigen Jubiläum zählte der Verein 59 Mitglieder. In den folgenden zwei Jahren stieg der Mitgliederstand bis auf 78 Schützen.

1982 konnte der Sportleiter Manfred Kulla endlich seinen langgehegten Plan von einem eigenen Schießstand verwirklichen. Der neue Schießstand entstand als Anbau hinter dem Saal der Gastwirtschaft Gonnermann. Das Material wurde vom Vereinswirt und Schützenbruder Rudolf Gonnermann zur Verfügung gestellt. Die Verarbeitung übernahmen die Vereinsmitglieder. Trotz einiger Pannen konnte der Schießstand nach 1200 Stunden Bauzeit in einer Feierstunde am 2.10.1982  seiner Bestimmung übergeben werden. Künftig konnte auf 4 Bahnen geschossen werden. Positive Folge des neuen Schießstandes, bis 1985 stieg die Mitgliederzahl auf 87 Schützen.

Die wohl größte Veränderung der Vereinsgeschichte wurde im Jahr 1987 ausgearbeitet. Das Schießen auf die Königsscheibe wurde abgeschafft und durch ein Vogelschießen ersetzt. Der Vogel wird aus Sperrholz ausgesägt, angemalt und, auf einen Ständer befestigt, im Saal aufgestellt. Alle anwesenden Vereinmitglieder können diesem Spektakel zusehen. Die rechte Seite und der Kopf des Vogels ist für das Jugendkönigshaus bestimmt, die linke Seite und der Korpus für das eigentliche Königshaus. Die Proklamation des gesamten neuen Königshaus erfolgt dann auf dem zwei Wochen später stattfindenden Königsball. Seit 1992 ist auf jedem Königball eine Abordnung der "St. Hubertus Schützengesellschaft Güls" zu Gast, die der SV Berneburg ebenfalls auf ihren Krönungsball regelmäßig besucht.

Mit dem Umbau des Vereinslokal 1991 wurde ein recht großer Kellerraum frei, in dem ein neuer Schießstand entstehen sollte. Der "Bauherr" des ersten Schießstandes, Manfred Kulla, zögerte auch diesmal nicht lange und richtete den neuen Schießstand mit einer umfassenden Schießanlage von 8 Ständen ein. Nach fast 600 Arbeitsstunden konnte der neue Schießstand offiziell am 29.3.92 eingeweiht werden.

Äußerlich veränderte sich der Verein mit der Anschaffung von Freizeitanzügen, die mit Vereinsaufdruck die Berneburger Schützen auf sportlichen Veranstaltungen weithin sichtbar machen. Zu seinem 25 jährigen Jubiläum erfüllte sich der Verein dann endlich mit Spenden seinen Traum von der eigenen Vereinsfahne.

Mittlerweile existiert der Schützenverein 1970 Berneburg schon seit über 40 Jahren und kann auf eine lange und erfolgreiche Vereingeschichte mit vielen Aktivitäten und Erfolgen zurückblicken. Derzeit arbeiten ca.140 Mitglieder dafür, dass der Verein auch in Zukunft erfolgreich bleibt.

www.SV1970Berneburg.de